8. Juni 2017

Bibliothek in Quinuacruz


Am 1. Juni hatten wir die Ehre, eine neue Landbibliothek in der Provinz Cajabamba zu eröffnen.
Innerhalb der Bildungseinrichtung in Quinuacruz unter der Leitung der Lehrerin María Milenne Pérez Iglesias erscheint ein neues Licht und schließt sich der bescheidenen und vibrierenden Familie unseres Netzes der Landbibliotheken Cajamarcas an.
Als wir an der Schule ankamen, begrüßten uns die Kindern mit ihren warmen Umarmungen und mit von ihnen eigens geschriebenen Liedern. Das Lehrerkollegium sprühte vor Begeisterung, mit uns ihre Hoffnungen zu teilen, in den Herzen ihrer Schüler die Freude am Lesen und den Stolz auf die uralte Kultur zu entzünden.
Sie zeigten uns den Raum, der für die Unterbringung der neuen Bücher vorbereitet wird. Während wir die beeindruckende Landschaft betrachteten, in der sich die Schule befindet, stellten wir uns die reiche Erfahrung vor, unter einem Baum zu lesen mit Bick auf das unermesslich grüne Tal: mit den Büchern herauszukommen, damit sie der Natur begegnen, die sie inspirierte.
Glückwünsche an die Führung der Direktorin und ihr Lehrerkollegium und unseren Dank an Lehrerin Soledad Álvarez, dass sie das Licht unseres Netzes ins Innere ihrer Schule bringt.

Koordinieren in Cajabamba


Wir hatten das Glück, uns wieder mit einigen unserer Freiwilligen in der Provinz Cajabamba zu treffen. Es belebt wirklich, unter unseren Koordinatoren auf die Anwesenheit von den LehrerInnen Miguel Rodríguez Roncal, Soledad Álvarez Plácido und Carmen Malca Bocanegra zählen zu können, die die Tätigkeit der Landbibliotheken in den Gemeinden Pingo, Corralpampa und Tangalbamba entschlossen unterstützen.
Ihre unermüdlichen Anstrengungen, die Bibliotheken in den Bildungseinrichtungen zu koordinieren, ihr Lehrerteam anzuregen, das Angebot einer Landbibliothek ins Leben zu rufen, das Lesen mit den Kindern ihrer Gemeinden zu fördern und zum Wiedererlangen des uralten Wissens zu ermutigen, geben uns Vitalität und Hoffnung.
Wir kamen mit einer Ladung Bücher, um mit den Bibliotheken zu tauschen, um so die Sammlungen zu erneuern und frischen Lesestoff für die wissbegierigen Leser zu liefern.
Danke für das Teilen dieses Weges!

27. Mai 2017

Pflanzen und Medizin



In Cajamarca ist der Mai der Monat der Blumen. Deshalb  vereinen sich die Koordinatoren und medizinischen Heiler des Gemeindeprogramms jedes Jahr um diese Zeit und bringen frische Pflanzen von ihren Wohnorten mit, um Medizin für die Kinder mit Behinderung herzustellen. Don Antonio erzählt, dass er einmal von San Isidro in einem Bus  mit seinem Rucksack voller Pflanzen kam. Sie hielten Rast in der Stadt San Marcos und don Antonio übergab seinen Rucksack dem Fahrer mit den Worten, er solle gut darauf aufpassen, denn darin wäre etwas sehr Wertvolles.
Jemand muss diesen Kommentar gehört haben, denn bei der Rückkehr in den Bus konnte don Antonio seinen Rucksack nicht finden. Sicherlich erwartete der Dieb, Geld zu finden, Schmuck oder ein tolles Handy – Sachen, die für Viele von großem Wert sind-. Aber für uns sind diese Pflanzen sehr viel mehr wert als diese Materialien: sie sind die Gesundheit und die Kraft unserer Gemeinden, die Güte der Erde, die ein gesundes und zufriedenes Leben für alle sichert.

Martha kehrt zurück

Ende 2014 war Martha Yglesias aus der Gemeinde Hoyada Verde in der Provinz Contuzamá Koordinatorin des Gemeindeprogramms.

Später heiratete Martha, bekam ein Kind und ließ die Tätigkeiten mit den Kindern mit Behinderung für einige Zeit ruhen.

Anfang dieses Jahres sprach Martha mit uns und äußerte den Wunsch, wieder am Programm teilzunehmen.

Im Mai trat Martha uns erneut bei und nahm an unserem Fortbildungstreffen teil.

Herzlich Willkommen Martha. Es ist schön, auf dich zählen zu können!

Nathalia informiert


Wir schreiten weiter voran mit dem Projekt der Thesis, das wir gemeinsam mit dem Netz der Landbibliotheken Cajamarca durchführen: andine Wege und Geografien.
Diese gemeinschaftliche Initiative möchte eine Systematisierung durchführen und untersuchen, was unsere Organisation getan hat und weiterhin tut. Die Idee ist, die Wechselbeziehung innerhalb der Grundlagen, der Akteure, der Orte und der Aktionen zu überprüfen, durchgeführt durch das Netz als andiner Verband, der die beständige Beziehung zwischen der Natur und der Gesellschaft belebt und darlegt und wie eine  Art Anregung, Ähnliches im Raum Lateinamerikas zu wiederholen.
Wir werden mit einigen Versammlungen, Treffen, Workshops und Besuchen beginnen, um in Gesprächen die Geschichte zu rekonstruieren, das Gegenwärtige zu betrachten und Zukünftiges zu schmieden.
Einige Dreh- und Angelpunkte für die Gespräche sind:
- Die Grundlagen und Konzeptionen, an denen sich unser Tun orientiert
-Der Ursprung, die mit eingeschlossenen Institutionen, die Prozesse und die Zusammenhänge, in denen unser Projekt auftritt, sich festigt und weiter lebt
-Die persönlichen Erfahrungen, die menschlichen, geografischen und sozialen Erlebnisse und Einflüsse
-An welchen Orten, Regionen, Landschaften und Geografien befindet und verteilt sich unser Netz
-Die Aktionen und Projekte, gemeinsam erstellt, um die Stimmen und die Präsenz der andinen ländlichen Gemeinden in Cajamarca wieder zu beleben
-Die Anstrengungen der Organisation in der aktuellen Gesellschaft
-Die Strategien der Kollektivierung der Anregung im Raum Lateinamerikas
-Das Gewebe der Geografien des Netzes der Landbibliotheken Cajamarcas als Verband, der es verhindert, die Schlingen zwischen Natur, Gesellschaft und andinen Geografien zu zerreißen.
Nathalia Quintero, aus Medellín