16. August 2019

Herausgabe der Urheiligtümer

Diesen Donnerstag, 22. August präsentieren wir das Buch „Urheiligtümer – Felsmalerei in Cajamarca, Peru“, eine Arbeit vieler Jahre, durchgeführt von unserem Kollegen Alfredo Mires Ortiz. Die Feier findet um 19 Uhr (pünktlich) in unserem Hauptsitz, in der Avenida Perú Nº 416 statt.
Sie sind herzlich eingeladen!

Engagement und Freiwilligenarbeit

Sergio Díaz ist Bewohner Masintrancas in der Provinz Chota und ein langjähriger Koordinator des Netzwerkes. Sergio lässt in seinem Engagement und seiner Freiwilligenarbeit nicht nach, seit er zu uns gestoßen ist. Heute kam don Sergio in Begleitung von don Edilberto Rodrigo, um uns bei der Instandhaltung des Hauses zu helfen.
Dieser Weg dankt immer solch große Entfaltung von Anstrengung und Zuneigung.

Workshop in Cajabamba

Im Juli gestalteten wir mit Dozenten des Bildungsinstituts in Cajabamba einen Workshop, den wir „Lesen für Andere“ nennen. Wir sprachen über das Angebot des Netzwerkes der Landbibliotheken Cajamarca und die Gründe für die Förderung des Lesens auf dem cajamarquinischen Land.
Es wird immer Teil unserer Vorstellung sein, zu fragen, was wir lesen und wofür, was sind Räume und Orte des Lesens; zu prüfen, wie wir in der Schule, zu Hause, in den Gemeinden und Familien das Lesen praktizieren, zu überprüfen und zu suchen, wie man nicht in diese apathischen oder mechanischen Unterrichtspraktiken fällt oder darin verhaftet und die von geringer Begeisterung und schlechter Stimmung geprägt sind.
Das Netzwerk möchte das Lesen erweitern und vertiefen: das Bücher lesen, aber auch das Lesen der Wunder unserer Erde, unserer Gemeinden.
Lesen ist kein bloß pädagogisches oder Lehrplan-mäßiges Thema: Lesen, wie wir es zu inspirieren versuchen, ist eine „außergewöhnliche menschliche Kraft“, in der „das Wort verkörpert ist“, in der die Orte des Lesens vielfältig und verschieden sind, campesino und planetarisch.


Bezüglich Gesprochenem und Geschriebenem

In den vergangenen Tagen teilten wir mit unseren Freunden die erste Veröffentlichung der Serie „Decires y escritos“ (Gesprochenes und Geschriebenes) unseres Netzwerkes. Wir erhielten angenehme Rückmeldungen. Vielen Dank an alle! Hier teilen wir eine von Didier Alvarez (Professor EIB, Universidad de Antioquia, Medellín, Colombia):
“Glücklich und bewegt erhalte ich “Gesprochenes und Geschriebenes”; es wird ein Motiv der größten Freude für mich sein, dies weiterhin empfangen zu können, weil es die Stimme der Brüder, Schwestern und Lehrer ist: die Menschen der Erde, die heiteren Menschen, Kinder ihrer geliebten Mutter. Ein brüderlicher Gruß”.

Lesen




Heute umfasst das Netzwerk über 500 Gemeinden in den 13 Provinzen Cajamarcas und im Gebiet von Huamachuco im Bezirk La Libertad.
Die Koordinatoren und die Bibliotekars-Familien sind Kontaktpunkte und –Verbindungen mit den benachbarten Gemeinden. Unsere Bibliotheken sind in verschiedenen geografischen Sektoren verteilt, der Länge nach in Zonen und Sektoren in den Nord-Anden gruppiert.

Es ist schön, diese Gemeinschaft, dieses Gemeinsam Gehen!


Nachricht

Ich lese mit echtem Vergnügen alle Texte der Landbibliotheken und sie „wecken“ mich immer aus diesem chaotischen und denaturierten Strudel des „Lebens“ in einer Hauptstadt wie Lima.
Danke für das „mich-Bedenken“! Es gibt mir Pausen in meinem Leben, ich denke nach und, obwohl etwas weiter entfernt, gibt es mir das Privileg und die Ehre, mich euch irgendwie nahe zu fühlen.
Ich teile zutiefst eure Gedanken, eure Gefühle, eure Beziehung zu unserer Mutter Erde  und, vor allem, die Liebe und Hingabe, das uralte Wissen zu schützen, gegen Wind und Gezeiten in unseren Tagen bestehend.
Es ist selbstverständlich, dass ich mich geehrt fühle, weiterhin eure Veröffentlichungen und das Wissen um eure Tätigkeit zu verfolgen.
Danke für so viel Großzügigkeit und Liebe!
Sara López Vegas

Band 22!

Es kam Band 22 unserer Campesino- Enzyklopädie Cajamarca heraus!
„Das Warum des wann – Die Zeichen der Natur in der cajamarquinischen Tradition“.

Der Kobold...

Eines der Veröffentlichungen des Netzwerkes der Landbibliotheken, die mir am besten gefällt, ist Der Kobold des Labyrinths.
Es beinhaltet kurze Geschichten, geschrieben von Alfredo Mires, keine länger als eine halbe Seite. Alfredo nennt sie „Rückenmarks-Erzählungen“ und ja, sie gehen dir „bis ins Mark“, ins Zentrum und ins Herz.
Jede Seite ist mit wunderschönen Bildern der Felsmalerei Cajamarcas illustriert, dem Inhalt des Buches angepasst.
Die Geschichten begleiten mich in vielen Momenten, in vielen Situationen: um darüber nachzudenken, darüber zu lachen, zu überlegen, Versammlungen anzuregen, um Anderen oder mir selbst vorzulesen, für Kinder und Erwachsene, für das Land und die Stadt, um sich morgens zu ermutigen oder sich vom Tag zu verabschieden.
Ich möchte hier zwei meiner Lieblingsgeschichten teilen. Hoffentlich gefallen sie euch:

Das Brot
Gott sprach zum Brot:
- Vervielfältige dich!
Und das Brot antwortete:
- Vervielfältige zuerst das Mehl.
Gott vervielfältigte das Mehl.
- Nun vervielfältige die Hefe- sprach das Brot.
Gott vervielfältigte die Hefe.
Nun vervielfältige den Menschen, der bereit ist, mich zu teilen – vollendete das Brot.
Gott begann zu weinen.
Die Erde
- Was macht dieser „Fliegenschiss“ im Unendlichen?- fragte der Gott der Ordnung.
- Das ist meine Schöpfung – sprach der Gott der Liebe -: Ich werde sie „Erde“ nennen.
- Wartet, bis ihr die Menschen seht, die ich auf sie setzen werde…-
dachte der Gott des Wahnsinns.
Eine Leserin.

16. Juli 2019

Die Strophe der Strophen!

Gerade ist die dritte Ausgabe der „Coplita de los coplares – El Cantar de los Cantares en coplas campesinas” (Die Strophe der Strophen – Das Singen der Lieder in Campesino-Versen) erschienen, einem Werk unseres Kollegen Alfredo Mires, dessen Verse in den Gemeinden gesungen werden.

Die erste Ausgabe erschien 1991 und wird weiterhin gelesen.

Bald laden wir zu ihrer Herausgabe ein!

Kommt liebe Freunde,

Kommt und singt mit mir,

Esst und trinkt ohne Rechnung,

Singt und tanzt mit mir.

Rettung in Paranshique

Ebenfalls gingen wir nach Paranshique, Huamachuco, um unser Wissen zu bewahren.

Mit der angenehmen Unterstützung der Direktorin des Bildungszentrums, dem Lehrerteam und der Koordination mit dem Projekt Amigo teilten wir dort mit den Kindern diese Erinnerung, die uns belebt.

Es bleibt noch viel zu gehen, aber wir sind auf dem Weg.