1. Dezember 2019

BRIE leuchtet



Am 28. November eröffnete formell die BRIE (Biblioteca Rural en Institución Educativa – Landbibliothek in einer Bildungseinrichtung) in der Bildungseinrichtung Ricardo Palma, im Distrikt San José de Lourdes, in der Provinz San Ignacio.
Es nahmen die Studierenden und Dozenten mit einem Lebensmut teil, den wir uns in noch mehr Gemeinden wünschen.
“Sie haben ihr Herz hineingelegt und das sieht man am Lächeln der Bibliothekarin”, sagte Marleny Olivera, Koordinatorin unseres Netzwerkes in dieser Zone.
Die Bibliothekarin ist Deysi Olivia Pintado Camacho: für sie und die Ihrigen, Unsrigen, hier eine Umarmung vieler Arme.


Die ñaupas helfen uns



Im Gemeindeprogramm haben wir immer jüngere Eltern und deren Kinder zeigen das, was “offiziell” als vorübergehende Behinderung bezeichnet wird, d.h., Lernschwierigkeiten, Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten.
Als Strategie und um die Eltern daran zu erinnern, dass sie für das Leben und die Verbesserung ihrer Kinder verantwortlich sind, haben wir vor einigen Jahren Papiere gedruckt, in denen unsere Koordinatoren gemeinsam die Aufgaben für die Eltern aufschreiben. „Hilf mir jeden Tag mit meiner Sprachtherapie“ oder „Geht drei Mal in der Woche mit mir spazieren“ kann man auf diesen personalisierten Postern lesen.
Gino und Kelvin haben ihre Stimmung mit diesen bekräftigten Verantwortlichkeiten erheblich verbessert. Nun sind sie aufmerksamer und machen ihre Aufgaben noch besser, helfen im Haus und wissen, wie gut es ist, sich schön zu verhalten.
Seht, wie glücklich diese Familie ist!

Magdalena liest

Unser Freund José Julio Estela sendet weiterhin Fotos und feiert die Leselust, die mit unseren Büchern in Magdalena geweckt wurde.
Wir nehmen an dieser Feier teil!
 

25 Jahre: die Worte sprießen



Die Stimme von Fiorela (ein Mädchen aus der Gemeinde Huarrago in der Provinz Cutervo), die Mitglied des Gemeinschaftsprogramms zur Begleitung von Kindern mit Behinderung ist, begann mit dem Lesen von, „Gabis Augen“; später erzählte Alfredo, wie Gabi (das Mädchen mit Zerebralparese) mit seinen Augen "sprach" und ihm erzählte, was in dieser Broschüre geschrieben steht.
Rita, die seit 25 Jahren für das Programm verantwortlich ist, erinnerte sich daran, wie diese Begeisterung in einer Generalversammlung der Bibliothekare des Netzwerks geboren wurde, mit der der Geist gemeinschaftlich wurde und von diesem Moment an waren und sind die Bücher, Therapien und die Unterstützung der Koordinatoren mit natürlichen Medikamenten, Beratung in Bezug auf Ernährung, Pflege und Behandlung von Kindern die Orientierung des Programms.

Die Stimme von Mara und Rumi und die freiwilligen Koordinatoren waren anwesend und berichteten von den Auswirkungen und der Transzendenz, die das Gemeinschaftsprogramm in ihrem Leben hatte.


Die Stimme von allen, voller Bewunderung und Respekt für das Netzwerk der Landbibliotheken Cajamarcas, das in einem seiner Programme die Beständigkeit von Güte, Liebe und absoluter Hingabe für die Sache der Campesino-Familien feiert, die eine Stimme der Unterstützung, Ermutigung und tausend Stimmen der Gemeinschaft fordert, die sagen, dass wir nicht allein sind, dass wir hier sind, wir sind alle.
Herzliche Glückwünsche Rita, Koordinatore, Familien für eure ersten 25 Jahre kostbarer Arbeit!



Mayra lernt lesen



Mayra lebt in Liuchucolpa in den Höhen Bambamarcas in der Provinz Hualgayoc. Mit drei Jahren wurde sie von unserer Koordinatorin Nanci Huamán in das Gemeinschaftsprogramm zur Begleitung von Kindern mit Behinderung aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt konnte Mayra nicht laufen. Nanci bereitete Einreibungen  traditioneller Andenheilmittel zu, deren Rezept sie von ihrer Mutter gelernt hatte. Sie massierte Mayra auch: nach und nach machte das Mädchen ihre ersten Schritte.
Nun läuft Mayra und geht auch zur Schule. Dort lernt sie, wenn auch mit Mühe. Camila, Nancis Tochter, ist Mayras Partnerin und hilft ihr bei schwierigen Aufgaben. Glücklicherweise kamen sie zu einer bewussten Lehrerin mit viel Geduld. Mayra hat immer noch Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung, aber die Geschichten des Netzwerks der Landbibliotheken liebt sie und erregen ihre Aufmerksamkeit.
Wir sind sicher, dass Mayra - mit Hilfe der Worte unserer Ältesten - eines Tages viel besser lesen kann!

So in den Blumen wie im Feuer

Der Kolibri, die „geflügelte Gottheit“, ist das Zentrum der Arbeit, die unser Kollege Alfredo schon vor Jahren in diesem Buch, veröffentlicht vom Netz der Landbibliotheken Cajamarcas, teilen wollte.
Diese Texte bieten verschiedenste Geschenke an: wenn das Interesse für die Heiligkeit, die Seele und die Tiefen der Andenvölker besteht; wenn die Lebensweise, die körperlichen Eigenschaften, geflügelt und dem Charakter des Kolibris entsprechen; wenn man etwas über die Andenvölker und andere Weltbilder wissen möchte; wenn man von Geschichten und Mythen gerufen wird; wenn man Poesie, Zeichnungen und Gemeinschaftsinspiration wünscht; wenn man die Augen mit der schönen Ikonographie unseres geflügelten Gottes erfrischen möchte; wenn man ein sensibles und gleichzeitig tiefes Vorgehen möchte, an die Erde gefügt und gleichzeitig getragen durch Quellen… nun, wenn man einfach andere Welten als die wilde, verschmutzte, arrogante und kommerzielle Welt von heute bewohnen möchte, taucht ein in Así en las flores como en el fuego (So in den Blumen wie im Feuer): man wird bewegt, erschüttert und verliebt sein in Vögel und Blumen, in die Anden- und Campesinowelt; aus diesem Land, unsere Seele und die der Kolibris, unsere Ordnenden, Befruchtenden und ewigen Schamanen.